(media) Ich hatte schon als Kind ein Faible für den Sternenhimmel, die tiefe und auch ein wenig unheimliche Unendlichkeit des Weltraums. In wolkenlosen Sommer- und besonders auch in den glasklaren Winternächten war ich mit meinem Fernglas unterwegs… , aber um ehrlich zu sein, so wirklich verstanden habe ich diese unendliche Pracht nie .
Schon die Tatsache, dass die Sonne am Nordhimmel Skandinaviens im Hochsommer nie untergeht, während es am Äquator schon um 19.00 Uhr dunkel wird, war mir immer ein Rätsel. Selbst viele Versuche um mit Bällen, Äpfeln, Apfelsinen im Verbund mit einer Schreibtischlampe diese Situation nachzuvollziehen liefen ins Leere. Auch Weltraum- oder auch nur Mondphasenkarten, Sternenbücher und zum Schluss auch Weltraumapps, keine Chance.Ja – den großen Wagen zuerst und dann auch Orion konnte ich auf Anhieb finden, dann war Schluss. Obwohl ich wirklich vieles versucht hatte, um diese Ignoranz zu bekämpfen, die ich – so merkte ich bald – mit einer ganzen Reihe von anderen Menschen durchaus teilte. Denen war das aber wohl irgendwie dann auch egal und es reichte ihnen, wenn sie einen Mercedes von einem BMW unterscheiden konnten…
Mir nicht. Ich fand es frustrierend, bis mir ein dünnes Buch im DIN A4 Format in die Hände fiel:
„Sterne finden ganz einfach“, mit Untertitel „die 25 schönsten Sternbilder sicher erkennen“.
Natürlich! Warum sich den Nacken verrenken, um in einen unübersichtlichen Haufen von Sternbildern zu starren und nichts zu verstehen ? 25 Sternbilder sind ja schon eine Offenbarung , wenn man bis dato beim besten Willen nur zwei erkennen konnte. 25 sind mehr als genug, um sich Freunden, Verwandten und besonders Kindern als informierter Fachmann präsentieren zu können… um auch bei Ihnen das Interesse an dieser Wunderwelt zu wecken.
Also, das Buch von Klaus M. Schittenhelm kann das mit wenigen schlauen, gut bebilderten Ideen, mit der Hand als Messinstrument, inklusive kurzer spannender Sagen und Geschichten über die Geheimnisse des Sternenhimmels.
Aufgeteilt ist die Basisstruktur des Buches in die vier Jahreszeiten und hier wieder die dazugehörigen Monate. Jetzt z.B. Herbst – Oktober : Ich blicke nach oben, und ja natürlich zweifellos, das ist Pegasus, das unübersehbare riesige Sternenquadrat, zumindest in seiner Hauptform. Und dass es aussen drum herum noch Andromeda, Fische, Widder Kassiopea und… und… gibt will ich erstmal gar nicht wissen. Das kommt dann vielleicht später nochmal. Pegasus ist jetzt angesagt, ich erkenne ihn schon ohne Buch. Und freue mich schon auf das nächste Sternbild.
Frustration abgehakt !!
Klaus M.Schittenhelm
Sterne finden- ganz einfach.
Hardcover bei Kosmos
ISBN 978-3-440-15450-2
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Holger né
